Folgenden interessanten Fallbericht stelle ich hiermit mal zur Diskussion:
Primärsytemhersteller T2 Med hat lt. Bericht einer Anwenderin aus meinem Bekanntenkreis am 4.8.25 die Kunden über mögliche Datenpanne epA informiert: es soll vorgekommen sein, dass Arztbriefe in die falsche EPA hochgeladen wurden- der Fehler sei wohl nicht reproduzierbar in Testumgebung und auch nicht in Stichproben Produktiv, aber es sei so vorgekommen und alle Kunden sollen jetzt das nächste Upate laden, das u.a. Prüfläufe enthält, die herausfinden sollen, ob die praxis von dem Problem betroffen war oder nicht: Hier mal das Schreiben, was per Mail versandt wurde:
Für mich ist das - daher teile ich das hier auch in der Community - der erste Fall, der zeigt: wie schnell anscheinend eben es allein schon passieren kann, dass Daten in die falsche EpA fehlgeleitet werden. nicht nur durch Faktor Mensch, der einfach das falsche Dokument hochlädt, sondern auch durch Faktor Primärsystem, wenn automatisierte Uploadprozesse nicht funktionieren wie sie sollen wie es wohl in diesem Fall war.
Es scheint keine Sicherheitsmechanismen zu geben bei Uploadautomatismen, die solche primären Fehlzuordnungen ggf. noch rechtzeitig auffangen würde- bis dahin, dass ja auch die epA rechtzeitig ein eingehendes Dokument Volltextprüfung machen könnte und spätestens bei Dokumenteingang ja auch technisch sagen könnte: ich glaub, das Paket hier ist nicht für mich- der Arztbrief betrifft nicht den Patienten für den die Epa ist, bitte nochmal prüfen...Arztbrief ist schließlich standardformat...
Außerdem zeigt der Fall wunderschön wie wir als gesetzlich gezwungene EPA Nutzer als Ärzte das Endglied der Kette sind , wenn sowas ist - und wir, obwohl wir in so einem Fall nichts selbst dafür können , dennoch am Ende die sind, die die Arbeit haben umgehenst zu prüfen: bin ich betroffen? wenn ja, 72h Frist... und Information - Meldung an die Behörden usw. - da passt dass den letzten die Hunde beißen- und alle anderen beteiligten vorher haben nur schöne Worte und listen einem dann auf, was zu tun ist jetzt für jede betroffene Praxis... find ich auch gelinde gesagt sehr ungleich verteilt hier auf Rücken von uns als Leistungserbringer.
Positiv finde ich , dass es überhaupt von T2Med transparent kommuniziert wird, und dass wirklich umgehend auch bei einem Fall , der in RU wohl nicht nachstellbar ist reproduzierbar, dennoch der Hersteller aufgrund von Einzelfallmeldungen hier vorsorglich reagiert- (jedenfalls wenn es so ist, wie es da steht und nicht die Übersetzung "einige wenige Einzelfälle" = "fast alle Kunden" und ggf. das PHänomen schon deutlich länger bekannt ist als kommuniziert. Wann genau der erste EInzelfall gemeldet wurde aus dem PU Feld und wann die Reaktion jetzt danach erfolgte, kann nur T2Med hier selbst ergänzen) - grundsätzlich aber finde ich überhaupt schonmal erstmal gut, dass das kommuniziert wird- da gibt es einige andere mir bekannte Sachen anderer Hersteller BVS oder auch PVS, wo von mir selbst erlebte und selbst gemeldete Sachen obwohl sicherheitskritisch nicht umgehend allen Betreibern/Anwendern kommuniziert wurden, wie ich es erwartet hätte, sondern das ganze ohne jede aktive Information lediglich monate später mit einem stillen Bugfix (ohne jegliche Erwähnung des Problems und wie es gelöst wurde im Changelog ) mit einem Sammel-Update behoben wurde;-)
Ehrlich gesagt, ich fände es schon schön, wenn auch der Primärsystemhersteller mindestens doch verpflichtet sein müsste, den Fehler weiter im feld zu überwachen und jetzt nicht nur den Kunden den Prüflauf per Update zum selbermachen ausrollt,sondern auch sich dafür interessiert, was jetzt dabei rauskommt bzw. sich ein positives Ergebnis des Prüflaufs in anonymisierter Form umgehend schicken lässt zur Auswertung der Situation im Feld der Produktivinstallationen. Hierzu lese ich nichts, lediglich das angebot, dass bei Fragen der Support wie immer angerufen werden kann und der DSB der Firma kontaktiert werden kann erforderlichenfalls....
Gibt es bereits ähnliche andere Fallberichte im Feld mit anderen Primärsystemen (KIS, AIS) ? Wenn ja, was war und welche? Und wie haben hier die Hersteller Primärsystem reagiert? Ähnlich? Anders?
Wie sehen die Hersteller selbst sofern sie das das hier im Forum mitverfolgen dieses Thema ? Was wäre best practice, die auch der herstellerseite gerecht bleibt?