ich wurde während einer Schulung gefragt, was bei einem eRezept eigentlich übertragen wird, wenn nur (unsinniger) Freitext eingegeben wird. Ich habe bis dahin immer eine Medikationshilfe benutzt, mir diese Frage daher nie gestellt, und es sofort ausprobiert. Ein von mir frei erfundenes Produkt wurde verordnet, ohne PZN, aber selbstverständlich mit Dosieranweisung. Es taucht genau so in meiner eML auf.
Bis dato ging ich immer davon aus, dass bei einem eRezept irgendwelche strukturierten Infos für die Apotheke mitkommen, die beispielswese ermöglichen, sofort die PZN an eine Software zu übergeben, die dann Regal und Fach nennt, in welchem das Medikament zu finden ist. Oder ähnliches...
Wenn aber wirklich nur ein Zeichenstring übertragen wird müsste ja ein Textparser das ganze erstmal analysieren, die PZN suchen.... Wer weiß mehr? Wer möchte mich desillusionieren?
Ist das nicht so, dass alles, was der Arzt verordnet, bei der Apotheke durch die PTA zubereitet werden kann? Vorausgesetzt es ist mit der NRF kompatibel (gibt noch andere Werke).
Ich habe Sie jetzt so verstanden, dass Sie sich wundern, dass die Apotheke alles aus dem Freitext übernimmt und nicht auf Plausibilität prüft. Das Plausi-Problem gibt es auch bei alten Rezepten.
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„Wir brauchen Regierungen, die sich des Schadens für Zivilpersonen bewusst sind, der aus dem Anhäufen und Ausnutzen solcher Software-Sicherheitsprobleme entsteht“– Brad Smith, Microsoft, </Ironie>
Über den fehlenden Plausi-check habe mich noch gar nicht gewundert. Derartiges sollte ja besser schon beim Verordnen passieren (was natürlich mit Freitextverordnungen i.d.R. wohl auch nicht möglich ist). Aber dann ist das einzige Problem, welches das eRezept gegenüber R16 Stand heute löst, das der "Sauklaue" (ok, sagen wir: "der kreativen Handschrift"). Ich dachte, da sei viel mehr Maschinenverarbeitbares im Spiel. Aber eigentlich ist das ja auch klar, denn vermutlich verfügt nicht jedes PVS über eine Rezeptierhilfe und ähnliches, womit das eRezept-Formluar aus einer DB befüllt wird.
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Ich habe weitergeforscht, die Wahrheit scheint irgendwo in der Mitte zu liegen. Da ich ohnehin verschiedene eRezept-Tests durchführen musste, habe ich mir selbst im selben Rezept zwei Verordnungen erstellt: Zum einen eine Packung IBUs mittels Rezeptierhilfe. Dort steht dann im selben Feld der Tabelle nach dem Namen des Präparats die PZN. Weiterhin habe ich mir als Freitextverordnung eine Packung "Bunte Smarties" verordnet. An diesen Freitext habe eine fiktive PZN angehängt. Der String sieht formal genauso aus, wie der, den die Rezeptierhilfe für die IBUs erstellt hat.
In meiner eML taucht die PZN bei den IBUs als PZN auf (eigene Spalte). Bei den Smarties hat die PZN-Spalte keinen Eintrag, die frei erfundene PZN wird als Teil des Präparatnamens interepretiert.
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